Froeschles-Kochbuch

le bon goût de vievre
Gemüse

Die Weiterverwertung von Apfelabfall

[yellow_box]*Die meisten dieser Rezepte lassen sich eher verwirklichen, nachdem viele Aepfel auf einmal zu einem anderen Zweck verwand wurden. Ist dies jedoch nicht machbar, die Abfaelle kann man auch stueckweise sammeln und in einem verschliessbaren Gefrierbeutel im Froster aufbewahren. Schmackhafter wird es, wenn etwas vom Fruchtfleisch auf Schale und Kerngehaeuse belassen wird. Wer Bedenken bei dem Konsum von Apfelkernen hat, der kann sie vor dem Weiterverarbeiten entfernen.*[/yellow_box]

Die Apfelschalen:

Gremolata nach Art von Highway 101: Hierzu eignen sich am besten saeuerliche Apfelschalen. Die Schalen mit Zitronensaft betraeufeln, sie, sowie eine knappe Handvoll glatte Petersilie, 1 dicke Knoblauchzehe, die Zeste von 1 Orange und 1 Prise Salz fein verarbeiten und als Garnitur bei Roestgemuese, Schweinebraten oder Brathaehnchen oder als Deko bei einer herzhaften Bohnensuppe verwenden.

Butteraufstrich mit Apfel und Honig: 115 g zimmerwarme, weiche Butter mit den fein gehackten Schalen von 3-4 grossen Tafelaepfeln verruehren, mit einem guten Honig nach eigenem Geschmack suessen, und wer mag, mit einer winzigen Prise Meersalz verfeinern. Der Aufstrich ist koestlich als Brotaufstrich, eignet sich ausserdem noch als Zugabe bei einer geroesteten Suesskartoffel.

Schwedischer Apfel-Senfaufstrich: Die Proportionen sind folgende – 1 gehaeufter EL koernigen Dijon-Senf zu 2 gehaeufte EL fein gehackte fleischige Apfelschalen und 1/2 EL gehackten frischen Dill. Mit Prisen von braunem Rohrzucker und Meersalz abschmecken. Sehr gut als Unterlage bei einem Butterbrot mit Kochschinken oder bei Kaesetoast, aber ebenso als Blitzsauce zu Lachs, egal wie zubereitet.

Apfel-Ingwersirup: 480 ml Apfelsaft und 480 ml Wasser, 500 g Demerara-Zucker, 85 g frischen Ingwer, in Scheiben, 1 TL Paradieskoerner (wahlweise schwarze Pfefferkoerner) und 250 ml (im Hohlmass gemessen) fest in das Messbecher hineingepresste, fleischige Apfelschalen, am besten von roten, suessen Tafelaepfeln, zusammen in einen Topf geben und so lange nach dem Aufkochen gelinde koecheln lassen, bis die Fluessigkeit um die Haelfte verringert ist, ca. 45 Minuten lang. Den Topf von der Herdplatte wegziehen, den Inhalt erst auf Zimmertemperatur auskuehlen lassen, danach durchseihen. Anmerkung: Solange die Apfelschalen noch warm sind, sind sie ein Leckerbissen. Den Sirup kann man fest verschlossen bis zu 1 Monat im Kuehlschrank aufbewahren. Er eignet sich als Bestandteil eines Cocktails, als Beigabe in heissem Tee, Pfannkuchen, Waffeln oder Haferbrei, als Aufstrich bei einem Schweinebraten oder als Garnitur bei einer Kaeseplatte (besonders bei den gereifteren, schnittfesten Sorten, wie z.B. Gouda, Cheddar oder Mimolette.

Das Kerngehaeuse:

Apfelwodka daraus herstellen: Ein steriles Schraubglas (1 l Inhalt) mit Kerngehaeusen und fleischen Schalenabfaellen anfuellen. Eine Vanilleschote aufschlitzen, das Mark herauskratzen und beides ebenfalls hinzufuegen. Als weiteren Aromastoff gibt man entweder 1 leicht zerdrueckte Kardamomkapsel oder 2 Gewuerznelken dazu. Mit so viel Wodka auffuellen, sodass die Apfelabfaelle komplett mit Alkohol zugedeckt sind. Das Glas fest verschliessen und bei Zimmertemperatur mindestens 3 Tage bei taeglichem sanftem Durchschuetteln reifen lassen. Je laenger die Infusion steht, desto aromatischer der Geschmack. Nach der gewuenschten Stehzeit, den Wodka durch ein feines Netz oder einem Kaffeefilter seihen und in eine sterile Flasche umfuellen. Der Wodka kann eiskalt pur genossen werden, eignet sich ebenfalls als Basis von Cocktails oder als der besondere Pfiff bei heissem Apfelmost.

Apfelfond: Der Fond kann als Kochfluessigkeit fuer Reis oder Couscous dienen, oder bei Kartoffeln oder anderes Wurzelgemuese, welches man gerne puerieren moechte. Auch kann man es in Fleisch- oder Gefluegelgerichten zum Begiessen verwenden. Das Rezept: 1,4 l hellen Huehner- oder Gemuesefond in einen grossen Topf geben, Apfelschalen und Kerngehaeuse von 8-10 Aepfeln hinzufuegen, sowie 60 ml Weisswein (wahlweise Weinbrand). Den Fond so lange reduzieren lassen, bis es auf ein Volumen von 960 ml eingekocht ist. Ein Netz mit Mull auslegen und den Fond durchseihen, ehe Sie es weiterverwenden. Fuer laengeres Aufbewahren, bitte in Portionen einfrieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.